Rotlauf (auch unter Wundrose oder Erysipel bekannt) ist eine schwerwiegende Erkrankung der Haut und zeichnet sich durch eine flächenhafte, scharf begrenzte Rötung (auf lateinisch “rubor”) mit Überwärmumg (calor) Schmerzhaftigkeit (dolor) und Schwellung (tumor) aus. Verursacht wird der Rotlauf durch eine bakterielle Infektion (zumeist Streptokokken) der oberen Hautschichten und Lymphwege, die durch eine kleine Hautverletzung erfolgen kann. Meist sind das Gesicht, Arme oder Beine von einem Rotlauf betroffen.

Bei einer verzögerten oder unzureichenden Behandlung droht das Absterben der Haut und des darunterliegenden Gewebes (Nekrose, nekrotisierende Fasziitis) und ein Ausbreiten der Infektion auch über die Blutbahn (Sepsis). Spontane Abheilungen sind bei geringgradiger Ausprägung und bei ansonsten gesunden Personen möglich. Unbehandelt besteht jedoch die Gefahr von Rückfällen, die eine verlängerte Behandlung mit Antibiotika erfordern.

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Informationen rund um Rotlauf (Wundrose, Erysipel) bei Hautarzt Dr. Okamoto in Wien

Symptome bei Rotlauf

Rotlauf Behandlung mit Infusion - Hautarzt Dr. Okamoto in Wien

Charakteristisch für ein Erysipel ist das subjektiv plötzliche Auftreten gepaart mit einer sehr schmerzhaften, oberflächlichen, flammenartigen Hautrötung, die flächendeckend immer weiter fortschreitet. Nahe der betroffenen Hautstelle sind meist auch die Lymphknoten angeschwollen, die teilweise auch druckempfindlich sind. Des öfteren kann in der Mitte der Rötung die Eintrittspforte gefunden werden – ein Stich oder eine kleine Hautverletzung, wo die Bakterien eindringen konnten. Es handelt sich um eine schwere Entzündung mit einer Mitreaktion des gesamten Organismus innerhalb von wenigen Tagen in Form von Fieber, Schüttelfrost und ein allgemeines Krankheitsgefühl, wie Schwäche und Kopfschmerzen.

Zu einem schwereren Verlauf des Krankheitsbildes kann es bei einer vorhandenden Immunschwäche oder Durchblutungsstörungen kommen. Hier können neben einer Bläschenbildung auf der entzündeten Haut auch Einblutungen und Absterben (Nekrose) der Haut auftreten. Gelegentlich ist auch ein roter Streifen als Folge einer Entzündung der Lymphbahnen zu sehen (Lymphangitis).

Hier ist es jetzt wichtig, dass das Erysipel schnell mit Antiobiotika behandelt wird, damit sich die Entzündung nicht auf das Unterhautgewebe ausdehnt und zu einer lebensgefährlichen Erkrankung, der nekrotisierenden Fasziitis weiterentwickeln kann.

Ursache für Rotlauf

Die häufigste Ursache für einen Rotlauf ist meist eine akute Infektion der Haut durch ?-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A (Streptococcus pyogenes). Eher selten sind andere Erreger verantwortlich für ein Erysipel. Der Krankheitserreger gelangt meist durch eine Wunde (oberflächliche Hautkratzer können hier genügen). Andere Hautkrankheiten können dieses Eindringen von Bakterien begünstigen, wie zum Beispiel, Fußpilz oder Insektenstiche.

Die Bakterien vermehren sich zunächst im Gewebe und können über die Lymphbahnen in die regionalen Lymphknoten weiterbefördert werden. Das Immunsystem reagiert und es entstehen massive Entzündunsreaktionen, sowohl in der unmittelbaren Umgebung als auch in den nächst liegenden Lymphknoten.

Wer ist gefährdet

Eigentlich gibt es für eine Rotlauferkrankung keine Altersbegrenzung, jedoch kann man beobachten, dass Kinder und ältere Menschen häufiger betroffen sind.

Gefährdet sind Patienten mit Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödemen) bzw. mit Lymphgefäßschäden, arterielle oder venöse Zirkulationsstörungen, Diabetes, Alkoholismus, Störungen der Hautbarriere sowie mit einem geschwächten Immunsystem (z.B. durch eine HIV-Infektion, andere schwere Krankheiten wie Krebs oder dessen Therapie).

Die Diagnose

Rotlauf Behandlung in Wien bei Hautarzt Dr. Okamoto

Der Arzt erkennt die Krankheit durch das typische Erscheinungsbild, so dass die Diagnose meist bereits ‘klinisch’ gestellt werden kann. Nur selten ist ein Erregernachweis mittels Hautabstrich erfolgreich.

Mittels einer Blutuntersuchung kann die Krankheit bestätigt werden: Bei einem Rotlauf ist die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG), der Anteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sowie das C-reaktive Protein (CRP) erhöht.

Folgende Erkrankungen unter anderem sollten von einem Rotlauf abgegrenzt werden

  • allergische Kontaktdermatitis
  • Stauungsdermatitis
  • oberflächliche Venenentzündungen
  • Insektenstiche (Biene, Wespe)
  • Schleimbeutelentzündungen (Bursitis)/li>
  • Gelenksentzündungen/li>
  • Schweinerotlauf (Erysipeloid) (Ähnlich dem Rotlauf: diese Hauterkrankung wird von Schweinen und anderen Tieren auf den Menschen übertragen. Hier sind Bauern, Fischer oder Schlachthofarbeiter besonders gefährdet).

Die Behandlung

Von Rotlauf betroffene Patienten werden mit einem Antibiotikum (meist Penicillin) für die Dauer von 10 bis 14 Tagen behandelt. Hier werden Infusionen den Tabletten vorgezogen, da sie wirkungsvoller sind. Dem Patienten wird Bettruhe verordnet, sowie eine eventuelle Hochlagerung des betroffenen Körperteils (z.B. Bein). Zusätzlich können abschwellende und entzündungshemmende Salben aufgetragen und bei starken Schmerzen können auch Schmerzmittel eingenommen werden.

Wird der Rotlauf früh genug erkannt und ist der Patient ansonsten gesund kann der Rotlauf zuhause abheilen. Bei starker Ausprägung oder beim Vorliegen schwerer Begleiterscheinungen oder anderen Grundleiden so wie Herzkreislaufschwäche kann ein Spitalsaufenthalt notwendig werden. Das Ziel der Behandlung ist eine nachhaltige Heilung dieser potentiell lebensbedrohlichen Krankheit durch eine intensive antibiotische Therapie.

Hautarzt Dr. Okamoto informiert über Rotlauf

Univ. Prof. Dr. Okamoto, Spezialist für Hautkrankheiten in Wien, gibt Tipps als medizinischer Experte für Dermatologie und Venerologie über Rotlauf auch auf netdoktor.at.

Rotlauf ist eine schwerwiegende Erkrankung und kann bei fehlender Therapie zu einer Sepsis oder zu potentiell lebensbedrohlichen Erkrankungen führen. Weiters muß auch darauf geachtet werden, dass keine Rezidive – ein Wiederaufkeimen der Erkrankung entstehen, da es hier zu Schädigungen der Lymphbahnen und in weiterer Folge zu Lymphödemen kommen kann.

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